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TU Berlin

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Erfahrungsberichte von Studierenden

Interview mit Studierenden (Fakultät IV: Elektrotechnik)

 

Student 2

Citlali R. (6. Semester) ist 22 Jahre alt und studiert Elektrotechnik an der TU Berlin.


1. Warum hast du diesen Studiengang gewählt?

Ich informierte mich gegen Ende der Abiturzeit auf den unterschiedlichen Websites deutscher Universitäten und Fachhochschulen, welche Ingenieursstudiengänge sie anbieten und welche Module diese beinhalten. Durch Studienratgeber erfuhr ich mögliche Einsatzfelder und Jobchancen durch die einzelnen Studiengänge. Ziemlich schnell wurde mir klar, dass mich die Forschungrichtungen und Zukunftvisionen in der Elektrotechnik sehr reizten, womit sich auch die Frage nach Fachhochschule oder Universität klärte, denn für eine Zukunft in der Forschung empfiehlt sich das sehr breit gefächerte Studium an einer Universität. Mit Hilfe von Onlinerankings begrenzte ich die Auswahl auf eine handvoll von Universitäten. Letzendlich fiel dann meine Wahl auf die TU Berlin. Da sie unter den deutschen Hochschulen nicht nur gute Rankingplätze für den Studiengang Elektrotechnik erzielte, sondern Berlin als Hauptstadt auch ein vielfältiges Aktivitätenangebot außerhalb des Campus anbietet.

 

2. Vom Abitur zum Studium – Wie gestaltete sich dein Weg?

Ich fing gleich nach dem Abitur zum Wintersemester an zu studieren. Da ich mir schon sicher war, welchen Studiengang ich wählen wollte, sah ich keinen Grund noch zu warten. Den Weg ins Ausland wollte ich über die Universität suchen und so andere Länder und ihr Campusleben kennenlernen. Schwierigkeiten bei der Immatrikulation hatte ich keine, da Elektrotechnik ein NC-freier Studiengang war, erfolgte die Einschreibung recht schnell und reibungslos.


3. Wie war dein Einstieg in das Studium?

Die Umstellung von Schule auf Uni war nicht leicht. Während man es von der Schule gewohnt ist, dass der Lehrstoff so aufbereitet und erklärt wird, dass es auch jeder versteht, wird darauf in der Uni eher weniger Rücksicht genommen. Der Unterricht wird von Studenten selbst gehalten und es wird zügig vorangeschritten. Nun muss man sich selbst darum kümmern alles zu verstehen, eventuell zusätzliche Tutorien zu besuchen oder die Sprechstunden der Tutoren, welche bald zum festen Bestandteil des Stundenplans werden. Diese Selbstorganisation macht zum einen viel mehr Spaß als einem vorgegebenen Stundenplan zu folgen, zum anderen ist aber auch sehr viel Disziplin und Eigenmotivation gefragt, da sich jetzt niemand mehr dafür interessiert, ob man in die Lehrveranstaltungen geht oder nicht.

Generell ist es sehr schwierig, gerade am Anfang, alle angesetzten Module zu machen, da das Pensum doch größer ist als an der Schule. Daher entschied ich mich im ersten Semester dazu, einige Module nach hinten zu verschieben und das Unileben erstmal kennenzulernen.


4. Highlights – Besonderheiten des Studienverlaufs

Das Unileben ist in seiner Form einzigartig, denke ich. Die Menschen hier sind so vielfältig, in ihrer Art, Herkunft und Kultur, Geschmack und Interessen. In einem Tutorium können die unterschiedlichsten Leute sitzen, wodurch man immer wieder neue interessante Menschen kennenlernen kann. Die vielen Ausstauschstudenten machen den Campus internationaler und wecken in einem die Neugier, selbst andere Länder kennenlernen zu wollen. Die TU Berlin bietet einem mit ihren vielen Partneruniversitäten tolle Möglichkeiten und auch ich möchte definitiv mal ein Jahr im Ausland verbringen! 


5. Anmerkungen

Ein Tipp an zukunftige Studierende ist, sich schon vor dem Studium zu erkundigen, was theoretisch mit seinem Studium erreicht werden kann. Zukunftsvisionen, die jetzt vielleicht noch nicht realisierbar sind, aber die einen motivieren, auch in harten Zeiten am Ball zu bleiben und nicht aufzugeben, um eines Tages selbst dran forschen zu können. Denn es wird hart werden und dann braucht man etwas, das einen pusht immer weiterzumachen und nicht aufzugeben. 

 

6. Was waren deine Lieblingsfächer in der Schule? Haben sie deine Entscheidung beeinflusst (und wenn ja inwiefern)?

Meine Lieblingsfächer in der Schule waren dem Klischee entsprechend Mathe und Physik. Im Abi habe ich sie auch als Leistungskurse gewählt. Das hat mir den Vorteil verschafft, dass ich nach der Schule sagen konnte, ob ich wirklich genug Interesse daran habe, weiterhin viel Zeit in diese Themengebiete zu investieren, oder ob mir das gereicht hat und ich vielleicht doch eine andere Richtung studieren sollte. 


7. Wusstest du schon während deiner Schulzeit, was genau du studieren möchtest?

Ich hatte während meiner Schulzeit immer die ungefähre Idee, dass es etwas Ingenieurswissenschaftliches werden sollte. Doch welche Richtung genau habe ich erst recht spät entschieden. Ich denke es ist nicht schlimm wenn man nicht gleich weiß, was man studieren will. Hauptsache ist, etwas zu finden das einen motiviert dafür zu lernen. Zwischenzeitlich habe ich auch oft meine Meinung geändert. Doch oft kann man schon anhand der Motivation in der Schule für ein bestimmtes Fach entscheiden, ob dies auch für das Berufsleben das Richtige ist.

 

8. Berufliche Aussichten? Spezialisierungen? „Traumunternehmen“?

Ein bestimmtes "Traumunternehmen" habe ich noch nicht. Durch das breit gefächerte Studium bekommt man Einblicke in so viele unterschiedliche Richtungen der Elektrotechnik, dass man sich erstmal neu orientieren muss und herausfinden muss, was einem am meisten Spaß macht und interessiert. Da das Jobangebot für Ingenieure der Elektrotechnik sehr groß ist, mach ich mir da auch keine Sorgen nicht das richtige finden zu können. Ich denke ich werde das anhand der Bachelorarbeit festmachen. Tendenziell bin ich nicht abgeneigt mich dann auch irgendwann selbstständig zu machen, aber glaube, dass man dafür erstmal in anderen Unternehmen Erfahrung sammeln sollte.