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TU Berlin

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Erfahrungsberichte von Studierenden

Interview mit Studierenden (Fakultät IV: Medieninformatik)

 

Student 2

Kaspar E. (2. Semester) ist 19 Jahre alt und studiert Medieninformatik an der TU Berlin.

 

1. Warum hast du diesen Studiengang gewählt?

Ich war mir nach einigem Rumprobieren und ein paar Praktika-Erfahrungen ziemlich sicher, dass ich eher nach der Suche eines technischen Studiums war, das mir aber gleichzeitig die Möglichkeit gibt, Dinge in der Praxis umzusetzen und meine eigenen Ideen einfließen zu lassen. Nach längerer Recherche und längerem Nachdenken war ich zwar so gut wie überzeugt, dass Informatik das richtige für mich wäre, aber war dennoch nicht ganz glücklich mit der Auswahl, weil die Studieninhalte doch sehr theoretisch und trocken schienen. Da auf der Webseite der TU der neue Studiengang „Medieninformatik“ beworben wurde, dachte ich mir, dass ich das einfach mal anfangen kann, und wenn es nichts für mich ist, merkt man das ja schnell. Es hat sich herausgestellt, dass Medieninformatik letztlich genau die richtige Wahl war. Die Tatsache, dass das Studium an der FU sowohl als auch der TU stattfindet, war für mich ein weiterer positiver Faktor bei der Auswahl.


2. Vom Abitur zum Studium – Wie gestaltete sich dein Weg?

Nach dem Abitur war ich erst einmal ziemlich ratlos was ich jetzt genau machen will, weil mir vieles Spaß gemacht hat und ich generell nicht wusste, was ich denn NICHT machen wollte. Ich habe mir dann ein halbes / dreiviertel Jahr "Pause" gegönnt in der ich meinen Hobbies nachgegangen bin und ein bisschen mit Freunden reiste.  Auf Drängen meiner Eltern habe ich dann irgendwann doch angefangen irgendwelche Praktika und Jobs zu machen – von der Mitarbeit in einer Filmproduktion, die Dokumentarfilme für das ZDF macht; Aushilfe beim Datenbankmanagement für ein Internetstartup, das eine Art neues Yelp aufstellt, bis hin zum Jobben in einer Steueranwaltskanzlei. Ich habe so ungefähr ein Jahr alles ausprobiert was mir irgendwie spannend vorkam. Zunächst habe mich dann für eine Ausbildung zum Kameramann beim RBB beworben, was dann aber nichts geworden ist  (worüber ich jetzt im Nachhinein auch gar nicht unglücklich bin).
Dass ich Interesse für Informatik habe, wusste ich aber eigentlich schon seit der 5ten Klasse, als ich mit einem Freund ein ziemlich umfangreiches Programmierprojekt erarbeitet habe – es ging dabei darum, ein Online-Tool für das Lernen von Vokabeln zu erstellen, was dann über 3 Jahre auch richtig gut geworden ist.
Versuchsmäßig habe ich mich dann einfach mal um einen Studienplatz an der TU beworben und das hat auch gleich geklappt.


3. Wie war dein Einstieg in das Studium?

Organisatorisch hat sich das ganze eigentlich gut gefügt, da wir uns als Studiengang sehr schnell zusammengefunden haben, in einer Facebook-Gruppe, und uns gegenseitig halfen. Lernstoff technisch war ich anfangs etwas überfordert, weil das Niveau und vor allem das Tempo im Vergleich zum Abi doch recht hart sind. Nach der Hälfte des ersten Semesters habe ich mich aber sehr gut eingefunden.


4. Highlights – Besonderheiten des Studienverlaufs

Schön finde ich bei meinem Studiengang, dass das ganze ziemlich vielseitig ist von den Inhalten; auf der einen Seite die technischen / theoretischen Programmiermodule und Mathematik und auf der anderen Seite Kommunikations- und Medienwissenschaften an der FU. Das ganze bringt eine ganz angenehme Abwechslung rein, die ich bei anderen Studiengängen so nicht sehe.


5. Anmerkungen

Hast du schon Programmierkenntnisse in irgendeiner Form (ich rede nicht von HTML und CSS) und weißt, dass du damit klarkommst und dich in solche Strukturen eindenken kannst und hast außerdem kein Problem damit, auch einiges mit Mathe zu tun zu haben? Dann kann ich diesen Studiengang sehr empfehlen. Allerdings: Viele Bereiche schneidet man eher nur an. Dinge wie z.B. UX-Design hätten mich persönlich interessiert, sind aber nicht unbedingt Teil des Studiums.


6. Was waren deine Lieblingsfächer in der Schule? Haben sie deine Entscheidung beeinflusst (und wenn ja inwiefern)?

Englisch, Philosophie und Physik.
Mein Abitur hat letztlich eigentlich gar nicht beeinflusst, was ich jetzt mache, da ich in der Schule eigentlich alles ganz gut fand und dort keine besondere Nische für mich fand.


7. Wusstest du schon während deiner Schulzeit, was genau du studieren möchtest?

Siehe 8tens.


8. Berufliche Aussichten? Spezialisierungen? „Traumunternehmen“?

Momentan arbeite ich bei einem ziemlich guten Marketingunternehmen, seit ungefähr einem Jahr. Beruflich kann ich mir diese Richtung absolut vorstellen.
Leute mit technischer Veranlagung aber dem Verständnis, was für wirkliche Nutzer denn überhaupt funktioniert, werden immer gesucht. Ich denke, dass man mit einem Informatikstudium jeglicher Art momentan ziemlich auf der
sicheren Seite steht, was die Jobzukunft angeht.