TU Berlin

Quality and Usability Lab18_01_2021_Braune

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Untersuchung von Qualitätsunterschieden zwischen Gesprochener und Geschriebener Sprache bei Interaktion mit Einen Chatbot

Location:  Zoom link (Please ask Saman Zadtootaghaj for access)  

Date/Time: 18.01.2021, 14:30-15:00 

SPEAKER:  Macro Braune (TU Berlin)

Abstract: Die Arbeit untersucht Qualitätsunterschiede zwischen gesprochener und geschriebener Sprache bei der Interaktion mit einem Chatbot. Dazu wurde ein mittels Dialogflow erstellter Chatbot verwendet, der Informationen zu den Mensen des Universitätscampus Charlottenburg ausgibt. Der Chatbot wurde um ein Interface zur gesprochenen Interaktion erweitert, welches als Website implementiert ist. Die ge-schriebene Interaktion findet über den Messenger Telegram statt.

Es wurden zwei Evaluationen durchgeführt: Als erstes wurde eine Evaluation des In-terfaces durchgeführt, um anschließend dessen Nutzbarkeit zu verbessern. Dazu wurde der Fragebogen der System Usability Scale und die Fragen des Short Visual Aesthetics of Websites Inventory verwendet. Daran haben 10 Personen teilgenommen.

Die zweite Evaluation diente der Untersuchung von Qualitätsunterschieden zwischen den beiden Interaktionsarten. Diese wurde als within-subjects Test im Feld durchge-führt. Eine Durchführung im Labor war aufgrund der COVID-Situation nicht möglich. Verwendet wurden die Fragebögen nach ITU-T Rec. P.851 2003, für die geschriebene Interaktion in angepasster Form, und der MultiModal Quality Questionnaire. Daran nahmen 31 Personen teil. Die Ergebnisse wurden in acht Komponenten analysiert und mittels gepaarten t-tests und Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Tests verglichen. Dabei ergab sich, dass 81% der Teilnehmer die geschriebene Interaktion der gesprochenen Interaktion bevorzugen. Ein häufig genannter Grund ist die Umgebungsunabhängig-keit: Während in vielen Situationen und Umgebungen eine Textnachricht verfasst und gelesen werden kann, trifft dies nicht auf die Sprachinteraktion zu. Ein weiterer haupt-sächlicher Grund ist die Dauer der Interaktion. Zum einen liegt das am technischen Aspekt, da Sprachanfragen länger verarbeitet werden, als schriftliche Anfragen. Zum anderen liegt es an der Zeit, die während der Interaktionsausgabe vergeht. Denn es ist für den Nutzer schneller und auch weniger anspruchsvoll, eine einzelne Textnachricht zu lesen, als einer Sprachausgabe mehrere Sekunden lang zuzuhören.

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