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Zum Einsatz von Elektroenzephalographie bei der Messung der Wahrnehmung gestörter Sprache
Citation key moeller2012e
Author Möller, Sebastian and Antons, Jan-Niklas and Arndt, Sebastian and Porbadnigk, Anne K. and Schleicher, Robert
Title of Book Elektronische Sprachsignalverarbeitung 2012. Tagungsband der 23. Konferenz
Pages 81–88
Year 2012
ISBN 978-3-942710-81-7
Location Cottbus, Germany
Address Dresden, Germany
Month aug
Note Print
Publisher TUDpress
Series ESSV
Organization ESSV
Abstract In diesem Beitrag geben wir einen Überblick über Arbeiten zur Erfassung auditiv und audiovisuell wahrgenommener Störung von Sprachreizen mittels Elektroenzephalographie (EEG). Unser Augenmerk liegt dabei auf der Unterscheidung von bewussten und nichtbewussten Anteilen der Verarbeitung, um Aufschluss über die der Wahrnehmung und Beurteilung zugrunde liegenden Prozesse zu bekommen. Ziel ist die Entwicklung von Messverfahren, mit deren Hilfe Störungen von Sprachsignalen auch ohne direkte Befragung von Versuchspersonen quantifiziert werden können. Als erste Schritte auf dieses Ziel hin werden die Ergebnisse von zwei Experimenten beleuchtet, für die Ereigniskorrelierte Potenziale bei kurzen auditiv oder audiovisuell präsentierten Sprachlauten bzw. -silben analysiert werden. Es zeigt sich eine Veränderung des Eintrittszeitpunktes sowie der Amplitude einer bestimmten Komponente des Hirnstrom-Potenzials (P300) nach einem gestörten Stimulus gegenüber einem ungestörten Stimulus. In einer dritten Studie wird die Auswirkung von gestörten langen auditiven Sprachstimuli auf den Zustand des Zuhörers gezeigt; gemessen wurden hier Variationen in Frequenzbändern der neuronalen Aktivität. Bei diesen Sprachstimuli konnte eine erhöhte Aktivierung in Frequenzbändern, welche mit Ermüdung assoziiert werden, gemessen werden. Die entwickelten Verfahren werden in Bezug auf ihre Sensitivität und ihre praktischen Einsatzmöglichkeiten diskutiert.
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